Mittwoch, 2. November 2022

Hagebuttenpulver - unterschätztes Nahrungsergänzungsmittel erlebt endlich wieder Revival

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Es ist ein bisschen in Vergessenheit geraten. Das gesunde Hagebuttenpulver. Dabei war seine natürliche Heilkraft schon im Mittelalter bekannt. Andere Produkte haben ihm ein wenig den Rang abgelaufen, zum Beispiel Gerstengras- oder Algenpulver. Diese haben selbstverständlich auch ihre Berechtigung und ich halte tatsächlich viel von Gerstengras. Trotzdem gibt es noch mehr natürliche Gesundheitsbooster mit ganz viel Power. Darf ich vorstellen? Hagebuttenpulver!

Die Hagebutte schlägt mit ihrem Vitamin C Gehalt sogar die beliebte Zitrone, denn er ist ca. 5 x so hoch. Damit wird das im Moment durch Corona so sehr gebeutelte Immunsystem unterstützt. Ein gesundes Immunsystem ist gerade wirklich Gold wert (eigentlich ja immer, aber jetzt besonders). Die Infektionsabwehr wird durch Hagebuttenpulver merklich gesteigert. 


Vitamin C unterstützt auch die Wirkung anderer Antioxidantien im Körper, wirkt sich positiv auf den Blutfluss und die Gefäße aus und gilt daher als wichtige Komponente in der naturheilkundlichen Therapie der Arteriosklerose und damit in Verbindung stehender Erkrankungen, wie Bluthochdruck, Herzinfarkt und Schlaganfall. Der Cholesteringehalt wird positiv beeinflusst. 

Aber das ist nicht das einzige, das Hagebuttenpulver kann. Die Hagebutte enthält einen besonderen Stoff namens „Galaktolipid“. Er dringt in die Körperzellen ein, bindet die schädlichen, freien Radikale und festigt die Zellwände. Besonders bei Rheuma, Arthritis oder Arthrose lindert dieses Galaktolipid die Schmerzen und hilft sogar dabei, den geschädigten Knorpel wieder aufzubauen. Auf natürliche Weise! Es hat gute Effekte bei Gelenk- oder Rückenschmerzen und soll auch gegen die sogenannte "Morgensteifigkeit" helfen.

Die natürlichen Inhaltsstoffe wirken Entzündungen entgegen und lindern Schmerzen. Untersuchungen belegen, dass Patienten, die Hagebuttenpulver zu sich nehmen, deutlich weniger Schmerzmittel benötigen und das oft schon nach kurzer Zeit: https://www.hagebutte.org/studien.html (z.B. bei Rheuma, Arthrose, Arthritis).

Hagebutten haben außerdem einen ausschwemmenden Effekt und sind bei Nierenerkankungen oder Harnwegsinfektionen eine gute Unterstützung. Sie entwässern und wirken harntreibend. 

Überdies enthalten Hagebutten Fruchtsäuren, die die Verdauung beschleunigen und weitere gesunde, sekundäre Pflanzenstoffe, wie beispielsweise Carotinoide, Lycopin und Flavonoide. 

Zur Herstellung von Hagebuttenpulver werden die Schalen und Samen der Hagebutte getrocknet und anschließend zu Pulver zermahlen. Die niedrige Trocknungstemperatur bewahrt die ätherischen Öle vor der Verflüchtigung.

Hagebuttenpulver ist ein Naturprodukt ohne bekannte Nebenwirkungen und wird auch von empfindlichen, bereits geschwächten Menschen im allgemeinen gut vertragen. Auch als Prophylaxe für Gesunde in der Erkältungszeit eignet es sich ganz hervorragend.

Angenehm ist die relativ kleine Verzehrmenge, die pro Tag empfohlen wird. Es sind 5 - 10 g, das entspricht ungefähr 1 - 2 Teelöffeln Pulver. Mehr braucht man nicht, um in den Genuß aller gesundheitlichen Vorzüge zu kommen.

Man sollte das Pulver nicht über 40° C erhitzen, weil sonst die wertvollen Inhaltsstoffe zerstört werden. Aber das sollte nicht schwer fallen, denn idealerweise mischt man es unter Müsli, Joghurt- oder Quarkspeisen oder unter Smoothies. Der Geschmack ist fruchtig und leicht säuerlich. In dunklen Smoothies mit Beeren fällt das Pulver geschmacklich kaum auf.

Beim Kauf eines hochwertigen Hagebuttenpulvers sollte man auf Bio-Qualität achten, damit keine Schadstoffe enthalten sind. Es gibt online ein riesiges Angebot.

In Drogeriemärkten vor Ort findet man das Hagebuttenpulver von LEBEPUR, das mit einem Füllgewicht von 150 g super zum Ausprobieren geeignet ist (keine Kooperation, nur meine Empfehlung).


Ich nehme zur Stärkung meines Immunsystems seit ca. 14 Tagen Hagebuttenpulver. Die Erkältungszeit kommt ja erst, da kann ein starkes Immunsystem nicht schaden. Meistens streue ich das Pulver ins Müsli, weil ich da sowieso Obst hinein schneide. Oder ich mische es in frisch gepressten Orangensafgt. Ich finde, das ist ein kleiner Aufwand, der aber für die Gesundheit richtig gut ist. 

Fangt ihr auch an, euer Immunsystem für den Winter zu stärken?

Dienstag, 1. November 2022

Buchvorstellung "Heilende Kräutertees - 101 Kräutermischungen für jede Lebenslage selbst herstellen" (Unimedica)

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Tee kann so wohltuend sein. Er wärmt oder erfrischt, beruhigt, entspannt oder regt an. Ich trinke gerne guten Tee, allerdings keinen "0815" Tee, wie man ihn so oft im Handel findet. Oft sind die Sorten mit künstlichen Aromen versetzt (ich meine Apfelstrudel- oder Strawberry-Cheesecake-Tee, ernsthaft?), aus minderwertigem Blattgut und Stängeln hergestellt oder im schlimmsten Fall sogar pestizidbehaftet. Nein danke!

Ich mag Tee, der natürliche, intensive Aromen hat und aus hochwertigen Zutaten hergestellt wurde. Schon unsere Vorfahren wussten um die wohltuende Wirkung verschiedenster Pflanzenarten in Form von Tee. Es gibt  unzählige Möglichkeiten, denn jedes (Heil-)Kraut hat eine andere Wirkung. Die Kräuterteekunde ist eine uralte Wissenschaft und verbindet uns direkt mit der Natur.

Das neue Buch von Sarah Farr "Heilende Kräutertees - 101 Kräutermischung für jede Lebenslage selbst herstellen - Von Stressbewältigung über häufige Erkrankungen bis zur Stärkung des Immunsystems" ist eine wahre Fundgrube für Kräutertee-Liebhaber.  Erschienen ist es ganz neu im Oktober 2022  Unimedica Verlag (dessen Gesundheits-Bücher ich wirklich sehr liebe).

"Kräutertees sind wie eine tägliche Erinnerung an unseren Platz in der Natur.“ Sarah Jene Farr


Zunächst erfährt der Leser das 1 x 1 der Teezubereitung für guten Tee. Die Herkunft und Qualität der Kräuter spielt logischerweise eine tragende Rolle. Man sollte soweit es geht, auf regionale Bio-Kräuter zurückgreifen, weil frische Kräuter aus der eigenen Region die heimischen biolandwirtschaftlichen Netze unterstützen. Nur so kann man billige Überseeware zurückdrängen und ausbeuterischen Vorgehensweisen auf Kräuterplantagen etwas entgegensetzen. Wenn man dennoch Kräuter benötigt, die nicht in der Region wachsen, sollte man äußerst kritisch sein (Fair Trade ist hier besonders wichtig). Aber auch die Küchen-Ausstattung, der Arbeitsplatz, die Umrechnung der Mengenangaben auf seinen eigenen Mengenbedarf, die Qualitätskontrolle, das Mischen der Kräuter und die Kräuter-Lagerung werden gut verständlich erklärt, bevor es zur eigentlichen Teezubereitung geht.

Nach diesem Exkurs in die Grundlagen kommt der große Rezeptteil. Und der ist wirklich super interessant. Mineralientee, erholsamer Nerventee, Schönheitstee, Inspirationstee sind nur ein paar wenige der vielen Rezeptvorschläge. Für jeden Tee gibt es eine zusammenfassende Beschreibung der Wirkweise (z. B. schmerzlindernd, entspannend, energiespendend) und Angaben zum Geschmack (herb, süß, verdauungsfördernd usw.). Dann eine detaillierte Zubereitungsart (wieviel Wasser, Ziehzeit, Temperatur). Und außerdem auf welches "System" der jeweilige Tee abzielt, also zum Beispiel auf die Nerven, das Immunsystem, die Haut usw. Im Inhaltsverzeichnis werden die Rezepte sogar nach Jahreszeit eingeteilt.

Man kann sich also sein persönliches Tee-Rezept auf seine gerade vorherrschenden Bedürfnisse aussuchen, wie eine maßgeschneidertes Kleidungsstück. Diesen Gedanken finde ich ausgesprochen faszinierend, denn die Befindlichkeiten ändern sich im Laufe des Tages ja immer wieder. Mit selbst gemachtem Kräutertee hat man nahezu unendliche geschmackliche Möglichkeiten, die zudem gut für Körper und Geist sind und keinerlei Zucker oder sonstige Zusätze enthalten. Eigentlich das ideale Getränk! Jetzt kommen wieder die warmen Tees zum Einsatz, aber das Buch enthält auch viele Rezepte, die gekühlt genossen werden können.



Übrigens ist das Ganze gar nicht so kompliziert. Man muss ja nicht gleich 'zig Kräuter verwenden, sondern fängt mit seinen Lieblingssorten an, die man dann immer erweitern kann. Ich bin total begeistert und freue mich auf das Ausprobieren neuer Zusammenstellungen.

Kleiner Spoiler gefällig mit nur drei Zutaten? 

Black Beauty Tee:

1 Teil Schwarztee
1 Teil frische oder getrocknete Minze
0,5 Teile Rosenblütenblätter

Er kann kalt oder warm getrunken werden. Die Autorin sagt, dass Rose und Minze auf den ersten Blick vielleicht kein gutes Paar abgeben, dass aber in kleinen Mengen Rose Minze geschmacklich unterstützt. Das probiere ich auf jeden Fall aus!

Am Ende des Buches findet man noch eine übersichtliche Aufstellung über die gewünschten Wirkweisen eines Tee mit den passenden Mischungen. Man braucht also nicht das ganze Buch durchblättern, sondern kann sich passgenau eine Mischung aussuchen und dann zum Rezept gehen. Finde ich sehr praktisch und hilfreich.

Außerdem gibt es ein ganzes Kapitel mit Infos zum Anlegen eines eigenen Kräutergartens mit vielen Infos zum Trocknen, Rebeln und zur Saatgutgewinnung für die Wiederaussaat und ein Kapitel zu nachhaltigem Wildpflücken

Fazit:

Ich finde dieses Buch richtig toll und sehr gut aufbereitet. Alles ist übersichtlich, leicht verständlich und liefert unglaublich viele Informationen. 101 Rezepte für Kräuterteemischungen, das ist schon eine Hausnummer! Außerdem ist das Buch mit schönen Fotos bebildert.

Ob Arzneitee zur natürlichen Unterstützung der Gesundheit oder einfach als Genusstee, hier wird jeder seine Lieblingszusammenstellungen finden.

Viele Kräuter kann man in Apotheken beziehen oder auf Bauernmärkten und auch im Internet wird man fündig (bitte auf Qualität, Herkunft und Fair Trade achten).

Auch eine tolle Geschenk-Idee!

"Heilende Kräutertees - 101 Kräutermischungen für jede Lebenslage selbst herstellen"
Sarah Farr, erschienen im Oktober 2022
Paperback
Unimedica Verlag
ISBN-Nr. 9783962573188
Preis 24,90



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