Sonntag, 8. Februar 2026

Die zwei Alterungsschübe im Leben einer Frau (Teil 1)

Das Jahr 2025 war für mich ein forderndes und zugleich augenöffnendes. Ich bin 60 geworden und genau an meinem Geburtstag hatte meine Tochter eine schwere Knie-OP, die uns das nächste halbe Jahr noch sehr beschäftigt hat. Deshalb (vielleicht auch gut so), habe ich diesem runden Geburtstag gar nicht soviel Bedeutung beigemessen. Danach hatte ich selber zwei Augen-OPs und war plötzlich damit konfrontiert, wie es ist, wenn eine wichtige Körperfunktion nicht mehr wie gewohnt funktioniert. Bis alles richtig verheilt war und ich endlich wieder klar und deutlich sehen konnte, ging wieder einige Zeit ins Land. Dann bin ich zum ersten Mal Oma geworden und auch das war emotional ein sehr besonderes Ereignis. 


Jetzt finde ich mich in der Situation wieder, dass bald der nächste Geburtstag ansteht und ich noch nicht mal den letzten so richtig verinnerlicht habe. Das Thema "Älterwerden, Gesundbleiben" -  körperlich wie mental -  hat für mich mittlerweile einen ganz anderen Stellenwert. Und auch wenn ich mal von einer Kollegin gehört habe "ab 50 geht's bergab", kann ich das für mich nicht behaupten. Im letzten halben Jahr dagegen bemerke ich deutliche Einschnitte was Energie, Leistungsfähigkeit, Hautzustand und noch einiges mehr betrifft. Ich habe sehr viel recherchiert und gelesen, denn ich gebe mich nicht mit diesem Zustand zufrieden. Und da bin ich auf wirklich spannende Erkenntnisse gestoßen, die einiges erklären. Die würde ich gerne mit euch teilen:

Altern verläuft nicht gleichmäßig. Bei Frauen zeigen sich im Lebensverlauf zwei Phasen, in denen körperliche Veränderungen gebündelt auftreten – man kann tatsächlich von zwei biologischen Schüben sprechen. Der erste wird häufig rund um die Menopause (oft schon ab Mitte 40) erlebt, der zweite deutlich später, etwa ab dem 60. Lebensjahr. Während über den ersten viel gesprochen wird, bleibt der zweite oft erstaunlich unbeachtet – obwohl er den Alltag spürbar verändert. Es ist also keine "Einbildung", wenn man sich ziemlich plötzlich ziemlich älter fühlt.


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Wissenschaftliche Grundlage

Die beschriebenen Alterungsschübe und körperlichen Veränderungen sind wissenschaftlich gut belegt. Sie basieren unter anderem auf:
  • großen Langzeitstudien zur biologischen Alterung
  • hormon- und stoffwechselmedizinischer Forschung
  • Erkenntnissen aus der Geriatrie und Altersmedizin
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Der erste Schub: ab Mitte 40 – eine kurze Einordnung

Der erste Alterungsschub steht in engem Zusammenhang mit den hormonellen Veränderungen rund um die Menopause. Sinkende Östrogenspiegel beeinflussen  Gewicht, Stimmung, Stresstoleranz sowie Haut und Haare. Diese Phase ist für viele Frauen herausfordernd, aber inzwischen gut beschrieben und vor allem gesellschaftlich relativ präsent.

Der zweite Alterungsschub: ab etwa 60 Jahren


Der Alterungsschub um die 60 ist eine Verdichtung mehrerer Prozesse, die schon länger begonnen haben, sich jetzt aber gleichzeitig auswirken.

1. Hormonelles Gleichgewicht:

Noch Jahre nach der Menopause wirken niedrige Östrogenwerte weiter. Östrogen hatte zuvor eine schützende Funktion: für Gefäße, Knochen, Muskeln, Gehirn und Haut. Mit zunehmendem zeitlichem Abstand fehlt dieser Schutz immer deutlicher. Regeneration verlangsamt sich, Entzündungen entstehen leichter, Gewebe wird weniger elastisch.

2. Muskelabbau und Kraftverlust

Ab etwa 60 beschleunigt sich der natürliche Abbau von Muskelmasse. Dieser Prozess – oft unbemerkt – hat weitreichende Folgen:
  • langsamerer Stoffwechsel
  • geringere Alltagskraft
  • schlechteres Gleichgewicht
  • höheres Sturzrisiko
3. Knochen, Gelenke und Stabilität

Parallel zum Muskelabbau nimmt auch die Knochendichte weiter ab. Gelenke werden anfälliger, Bewegungen fühlen sich „unsicherer“ an. Viele Frauen berichten über ein diffuses Gefühl von Instabilität oder Unsicherheit bei Alltagsbewegungen (z.B. beim Treppen steigen oder hinunter gehen).

4. Leber, Nieren und Entgiftung

Mit zunehmendem Alter arbeiten Leber und Nieren langsamer. Stoffe wie Alkohol, Koffein oder Medikamente werden verzögert abgebaut. Was früher problemlos vertragen wurde, führt nun schneller zu Schlafstörungen, Kreislaufproblemen oder Erschöpfung. Auch der Flüssigkeitshaushalt wird empfindlicher – Dehydrierung entsteht schneller, oft ohne starkes Durstgefühl.

5. Gehirn und Nervensystem

Die Reizverarbeitung im Gehirn verlangsamt sich. Multitasking wird anstrengender, Lärm oder Zeitdruck wirken schneller überfordernd. Der Schlaf wird leichter und fragmentierter. Das bedeutet nicht automatisch geistigen Abbau, sondern eine Veränderung der neurologischen „Taktung“.

6. Das Immunsystem und stille Entzündungen

Im höheren Alter nimmt eine Form chronischer, niedriggradiger Entzündungen zu. Diese sogenannte stillen Entzündungen können Müdigkeit, Gelenkbeschwerden oder längere Erholungszeiten nach Infekten erklären. Das Immunsystem reagiert weniger flexibel, nicht unbedingt schwächer – aber langsamer.

Liest sich schon ein bisschen gruselig. In wievielen Punkten erkennt ihr euch? (ich bin ehrlich, ich finde mich bei allen 6 Punkten irgendwie wieder).

Die gute Nachricht: Das alles ist (noch) keine Katastrophe. Auch jetzt kann man noch vieles selbst beeinflussen und verbessern. Das bedeutet jetzt aber definitiv, dass wir ins Handeln kommen müssen. Was bislang noch, mehr oder weniger,  von selbst funktioniert hat, muss aktiv unterstützt werden.

Der Alterungsschub ab 60 ist kein abruptes Ende körperlicher Leistungsfähigkeit, sondern ein Übergang in eine andere körperliche Logik. Immer schnelleres Tempo verliert an Bedeutung, während Stabilität, Kraft und Regeneration wichtiger werden. 

Viele Frauen erleben diese Phase – bei entsprechender Anpassung – als körperlich ruhiger, geistig klarer und selbstbestimmter als erwartet.

Neugierig geworden? 

Dann freue dich auf Teil 2 dieser Reihe, in der ich die konkreten Maßnahmen vorstelle, die man ergreifen kann, um den natürlichen Alterungsprozess positiv zu beeinflussen.

- coming soon - 






Donnerstag, 22. Januar 2026

Warum Hände im Winter besonders trocken sind – und was wirklich hilft

Momentan fällt mir, zum Beispiel beim Bezahlen an der Kasse auf, dass viele Leutesehr sehr raue, trocken  aussehende Hände haben. Bei einer Frau waren die Handrücken sogar leicht rissig, das sah schmerzhaft aus. 


Warum sind Hände im Winter besonders trocken?

Die Haut an den Händen ist von Natur aus dünner als im Gesicht und besitzt deutlich weniger Talgdrüsen. Damit fehlt ihr ein wichtiger natürlicher Schutzfilm. Kälte, Wind, trockene Heizungsluft und manchmal auch die Reibung durch Handschuhe (gerade bei echter Wolle) verstärken diesen Effekt zusätzlich. Häufiges Händewaschen und Desinfizieren trägt zusätzlich zu trockener Haut bei – sie verliert Feuchtigkeit, wird rissig und reagiert empfindlich.

Ein oft unterschätzter Schlüssel zu gepflegten Händen ist die regelmäßige Erneuerung der Hautoberfläche. Sanfte Peelings entfernen abgestorbene Hautschüppchen, die sich wie eine Barriere über die Haut legen können. Auch wenn man zunächst annehmen könnte, das ein Peeling jetzt kontraproduktiv wirkt, ist genau das Gegenteil der Fall.  Erst wenn diese Schicht von abgestorbenene Hautschüppchen gelöst ist, können pflegende Wirkstoffe überhaupt dort ankommen, wo sie gebraucht werden.

Es gibt zahlreiche Handpeelings, die man fertig kaufen kann. Ich verwende momentan ein gekauftes mit Seesand, aber es geht nicht so sehr darum, welches Peeling man nimmt, sondern dass man es regelmäßig anwendet.

Genauso effektiv sind selbstgemachte. Funktioniert schnell und einfach mit Dingen, die man meistens sowieso im Haus hat. 

Hier ein einfaches DIY-Rezept:

• 2 EL feiner Zucker (als sanftes Peeling)

• 1 EL hochwertiges Öl (z.B. Olivenöl, Mandelöl oder geschmolzenes Kokosöl)

• Ein Spritzer Zitronensaft (wirkt leicht aufhellend bei Pigmentflecken)
• Optional: ein paar Tropfen ätherisches Öl ( z.B. Lavendel für die Entspannung)

1. Alle Zutaten in einer kleinen Schüssel mischen.

2. Die Paste sanft auf die angefeuchteten Hände einmassieren (besonders die
Nagelhaut nicht vergessen).

3. Mit lauwarmem Wasser abspülen.

4. Die Hände nur trocken tupfen, damit der Ölfilm noch kurz einziehen.

Nach dem Peeling ist der ideale Zeitpunkt für eine Intensivpflege. Reichhaltige Cremes oder Masken feuchtigkeitsbindenden Inhaltsstoffen unterstützen die Haut dabei, ihre Schutzfunktion wieder aufzubauen. Die Haut wirkt glatter, geschmeidiger und kann Feuchtigkeit besser speichern.


Wenn man das Ganze abends macht, kann man nach der Intensivpflege dünne Baumwollhandschuhe über Nacht anziehen (es gibt extra für diesen Zweck geeignete Handschuhe in den Drogeriemärkten für kleines Geld). Dann hat man am nächsten Morgen wieder weiche, gut hydratisierte, gepflegte Handrücken.

Kleiner Aufwand - sichtbarer Effekt!









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