Mittwoch, 28. Oktober 2026

Buchvorstellung "Der Ballaststoff Effekt" von Dr. Maren Kemper - Mit vielen Rezepten für die empfohlenen 30 g pro Tag

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Der Ballaststoff Effekt: Warum Ballaststoffe mehr Aufmerksamkeit verdienen

Dass Ballaststoffe wichtig für die Verdauung sind, weiß vermutlich jeder. Doch sie haben einen viel größeren Nutzen für die gesamte Gesundheit, als die meisten annehmen: sie schützen das Herz, stabilisieren den Blutzucker, regulieren das Cholesterin und füttern die Billionen von Mikroorganismen im Darm, die unser Immunsystem, unsere Haut und sogar unsere Stimmung (!) beeinflussen. Trotzdem nehmen viele Menschen davon zu wenig zu sich. Empfohlen von der DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) sind mindestens 30 g am Tag, es dürfen auch gerne mehr sein. Allerdings erreichen fast 90 % der Deutschen im Durchschnitt nur 18 g und nehmen somit in Kauf, ein höheres Risiko für viele Zivilisationskrankheiten zu haben. Dabei könnte man das Risiko für Erkrankungen wie Darmkrebs, Herzinfarkt, Schlaganfälle, Typ-2-Diabetes, Hämorrhoiden, bestimmte Gallenerkrankungen und Adipositas deutlich senken, um nur einige zu nennen. Einfach durch den regelmäßigen Verzehr von ausreichend Ballaststoffen. 

Dr. Maren Kemper zeigt in ihrem Buch „Der Ballaststoff-Effekt“, wie sich mehr Ballaststoffe ganz unkompliziert in den Alltag integrieren lassen und dass diese Gerichte auch richtig gut schmecken (denn wenn sie nicht gut schmecken, nützen auch die gesündesten Rezepte nichts).


Was sind Ballaststoffe eigentlich?

Ballaststoffe stecken ausschließlich in pflanzlichen Nahrungsmitteln, die im Dünndarm nicht oder nicht vollständig verdaut werden. Sie kommen nur in pflanzlichen Lebensmitteln vor, wie zum Beispiel in Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten, Gemüse, Obst, Nüssen und Samen. Weder in Fleisch, Fisch, Milchprodukten oder Eiern sind sie vorhanden. 

"Ballast" klingt zunächst nach etwas Schwerem, Unnötigem, doch genau das Gegenteil ist der Fall. Je nach Art haben Ballaststoffe unterschiedliche Eigenschaften. Einige binden Wasser und tragen zu einem größeren Stuhlvolumen bei. Andere werden von Darmbakterien fermentiert und dienen diesen als Nahrung.  Dr. Maren Kemper erklärt die unterschiedlichen Funktionen einfach und gut nachvollziehbar. 

Es geht in diesem Buch nicht darum, möglichst viele ungesunde Lebensmittel zu streichen, sondern darum, häufiger zu ballaststoffreichen Alternativen zu greifen. Das ist der Autorin wichtig: "Addition, nicht Subtraktion"

Sie gibt dazu hilfreiche Tipps, wie man seine Ballaststoffeinnahme leicht und lecker erhöhen kann. (zum Beispiel die Brotsorte auf Vollkorn umstellen, täglich einen Apfel oder eine Birne mit Schale essen, ein paar geschrotete Leinsamen ins Müsli oder in den Joghurt geben, öfters mal Hülsenfrüchte in die Mahlzeiten einbauen und als gesunden Snack Nüsse knabbern). Wer mehr tun möchte, findet über 50 Rezepte, vom Frühstück bis zum Dessert, mit denen man locker 30 g Ballaststoffe auf den Teller zaubert. Ohne Superfoods oder komplizierte Zubereitungen, schnell und einfach (die meisten brauchen gerade mal 30 Minuten). Es gibt sogar eine Einkaufsliste mit Empfehlungen für eine ballaststoffhaltige Vorratshaltung. Und eine sogenannte "Swap-Liste" (Tauschliste), die zeigt, wie man bessere Alternativen in die Ernährung einbauen kann. Das sind oft Kleinigkeiten, die aber einen großen Effekt haben (zum Beispiel Quinoa statt weißen Reis verwenden, statt Sahne weiße Cannellini-Bohnen mit in Saucen pürieren oder ein paar frische Sprossen auf das Essen geben).

Was mich an diesem Buch besonders begeistert, ist die "30/30 Challenge". Sie hat zwei Ziele: vier Wochen lang 30 g Ballaststoffe pro Tag und 30 verschiedene Pflanzensorten pro Woche zu essen. Dazu zählen Obst, Gemüse, Kräuter, Gewürze, Nüsse, Saaten usw. Hinten im Buch gibt es dafür 30-Tage-Tracker-Listen, die man direkt ausfüllen oder sich herauskopieren kann. Da kann man dann eintragen, wieviele Ballaststoffe man morgens, mittags und abends gegessen hat und auch die verschiedenen Pflanzensorten pro Woche zählen. So eine Challenge macht Spaß und erhöht auf lockere Weise die Pflanzenvielfalt, die man zu sich nimmt.


Fazit:

Ich persönlich bin ja schon seit Jahrzehnten begeistert von den Effekten, die eine gesunde Ernährung auf unsere Gesundheit haben kann. Ich liebe es, neue Rezepte auszuprobieren und möglichst viel Gemüse darin unterzubringen. Da es aber auch bei Gemüse große Unterschiede an Ballaststoffgehalten gibt, werde ich in Zukunft noch mehr auf ballaststoffhaltige Pflanzen achten.

Die Rezepte in diesem Buch machen große Lust aufs Ausprobieren! Ich werde die "30/30 Challenge" mit Hilfe dieser Rezepte und den vorbereiteten Tracker-Listen umsetzen. In der heutigen Zeit werden wir mit soviel stark verarbeiteten Lebensmitteln konfrontiert wie nie zuvor. Die Industrie überflutet uns mit Produkten, die man schnell essen und kauen kann, die aber  zuviel Energie und zu wenig Sättigung bieten. Dabei ist es relativ einfach, mit unverarbeiteten, natürlichen Lebensmitteln leckere, gesunde und hochwertige Mahlzeiten herzustellen und einen großen Verbesserungseffekt für unsere Gesundheit zu erzielen! Das zeigt uns Dr. Maren Kemper sehr eindrücklich in diesem Buch! Ich bin gespannt, welche Unterschiede ich nach diesen vier Wochen feststellen werde.

Ich kann den Titel "Der Ballaststoff-Effekt" uneingeschränkt empfehlen. Er ist wissenschaftlich fundiert, aber sehr gut verständlich, auch wenn man kein Ernährungsexperte ist. Die Rezepte sind leicht, schnell und ohne Schnick Schnack nachzumachen. 

Tolles Buch für alle, die sich für gesunde Ernährung mit Background interessieren!

Das Buch ist hier verlinkt:

Der Ballaststoff-Effekt, Preis 20,00 Euro



Dienstag, 13. Oktober 2026

"Quality Buy 60+" - bewusster, gezielter, weniger Impulskäufe

"Mit 60+ bewusster leben, besser auswählen, hochwertiger kaufen, und Qualität genießen.“

Ich möchte ein kleines Experiment starten.

In ein paar Jahren geht es für meinen Mann und mich in Richtung Rente. Und natürlich wird dann die Frage wichtiger: Wofür möchten wir unser Geld eigentlich ausgeben? Bis vor nicht allzu langer Zeit haben uns unsere individuellen Lebensbedingungen einiges an Entscheidungen abgenommen. Es wurde ein Haus finanziert, wir haben zwei Töchter durchs Studium gebracht, brauchten zwei Autos, um hier auf dem Dorf mobil zu sein (vor allem auch, weil mein Mann häufiger geschäftlich unterwegs war und sei es nur bis zum Flughafen und zurück). Ich war noch nie ein Shopaholic, aber ich habe es schon genossen, nicht jeden Cent dreimal umdrehen zu müssen, um mir Dinge zu kaufen, die nicht unbedingt nötig waren. Dabei handelt es sich nicht um Luxusartikel oder Designerteile, sondern eher um Kleinigkeiten (Zeitschriften, Beautyprodukte, Bücher (ich liebe Bücher) oder auch mal Kleidung. 

Ich möchte jetzt schon damit anfangen, ein Gespür für die Möglichkeiten in  der bevorstehenden Rentenzeit zu bekommen. Herausfinden, was mir wirklich wichtig ist und was nicht. Ich benutze hier absichtlich nicht die Formulierung "auf was ich verzichten kann". Das klingt irgendwie nach Einschränkung. Es ist eher so gemeint:" ich probiere schon jetzt aus, wie sich ein gutes Leben mit weniger Konsum anfühlt."

Ich möchte nicht anfangen, mein Leben kleiner zu machen. Im Gegenteil. 

Wir haben zum Beispiel inzwischen nur noch ein Auto statt zwei. Wir müssen uns natürlich dadurch mehr absprechen, aber es geht erstaunlich gut. (bei diesen Benzinpreisen ist das vermutlich eh eine gute Entscheidung). Ich fahre häufiger Rad als früher.  Wir kaufen weniger Dinge einfach „weil sie schön sind“ oder weil es gerade ein Angebot gibt.

Dafür kaufe ich bei Lebensmitteln lieber gezielt gute Qualität und auch bei Beauty möchte ich mich verändern: lieber wenige Produkte, die wirklich zu meiner Haut passen (deren Bedürfnisse sich auch verändert haben), als ein Badezimmer voller Tiegel, die ich irgendwann gar nicht mehr aufbrauche.

Statt das Motto "Low Buy" zu nennen, würde ich lieber den Begriff "Quality Buy 60+" verwenden. Bewusst gut ausgesucht statt nebenbei einfach mal so mitgenommen.

Für mich bedeutet Quality Buy Ü60 deshalb nicht:

❌ verzichten
❌ möglichst billig kaufen
❌ mir nichts mehr gönnen

Sondern:

✔️ bewusster und gezielter kaufen
✔️ Geld für das ausgeben, was mir wirklich Freude macht
✔️ dadurch mehr finanzielle Freiheit für später schaffen

Es einfach ein anderer Ansatz als bisher. Ich nehme euch in den nächsten Wochen ein bisschen mit bei meinem persönlichen "Quality Buy Ü60"-Experiment. Ganz normal aus meinem Alltag.

  • weniger Impulskäufe
  • hochwertige Lebensmittel
  • ausgewählte Beauty-Produkte 
  • eine gut durchdachte Garderobe 
für weiterhin finanzielle Freiheit in den kommenden Jahren.


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