Montag, 25. Juni 2018

Hornhaut Entferner Socken von Balea? Nie wieder! Meine Erfahrungen im Selbstversuch

- Werbung durch Markennennung, aber selbst bezahlt -

Es gibt sie schon eine ganze Weile, sogenannte "Fußpeeling-Socken". Angefangen hat der ganze Hype  mit eher höherpreisigen Artikeln, die alle nach der Anwendung "babyzarte" Fusshaut versprachen. Ganz ohne mechanischen Einsatz wie Bimsstein oder anderweitige Hobel. Diese ersten Produkte waren mir aber eindeutig zu teuer. Seit kurzem gibt es nun ein ähnliches Produkt bei dm, das allerdings sehr viel günstiger zu haben ist. Meine Gelegenheit also, einen Selbstversuch zu starten.


3,95 Euro / für eine Anwendung

Pro Packung sind zwei ziemlich große Plastik-Füsslinge enthalten. Man muss sie zunächst an einer vorgezeichneten Linie auseinander schneiden. Sie können nur einmal verwendet werden und müssen dann in den Müll. 

Die äußeren Plastik-Füsslinge enthalten wiederum jeweils einen ziemlich nassen Vlies-Füssling, der  mit einer klaren Flüssigkeit getränkt ist, die intensiv nach Minze riecht. Also auf jeden Fall ein Handtuch bereithalten und das Ganze nicht auf dem besten Teppich durchführen. 

Die Flüssigkeit enthält Salizylsäure (manche werden das kennen, Hautärzte arbeiten zur Hautbildverfeinerung damit, zum Beispiel bei Schuppenflechte, Akne oder zur Narbenreduzierung). Salizylsäure, kann - je nach Konzentration - relativ tief in die Hautschichten eindringen und die Ablösung der äußeren Hautschichten fördern. Durch die beschleunigte Abschuppung wird die Haut auch zu einer schnelleren Erneuerung angeregt. Salizylsäure eignet sich bestens zur Behandlung von Verhornungsstörungen und wirkt gleichzeitig antientzündlich und wachstumshemmend auf bestimmte Bakterien und Pilze. 

Im dm Produkt sind außerdem noch AHA-Säuren (Fruchtsäuren) enthalten, die ebenfalls tote Hautzellen lösen und zur Erneuerung der Haut beitragen. 

Die Prozedur an sich ist ganz einfach:

- Füsse waschen und trocknen
- Nagellack entfernen (wichtig, sonst verfärben sich die Nägel unschön)
- evtl. Fusschmuck ablegen, kann sonst zu allergischen Reaktionen führen

Dann einen Füssling an jeden Fuß. Das ist eine rutschige Sache, also am besten gleich ein paar bequeme Socken zum Darüberziehen bereitlegen. Man muss in den Vlies-Füssling schlüpfen, der äußere aus Plastik dient nur zum Abdichten. Es liegen auch noch Klebestreifen bei, mit dem man die Füsslinge theoretisch am Bein befestigen kann, aber ein paar Socken drüber leisten bessere Dienste, finde ich. 

Ich habe meinen Test am 11. Juni durchgeführt und damals in meinen Insta-Stories berichtet. Ich blende euch hier mal ein paar Impressionen ein:


Unbedingt nur auf total intakter Haut anwenden! Ich hatte einen wirklich nur mini kleinen Kratzer und das Zeug hat gebrannt wie die Hölle.



Nach einer Weile hat der Schmerz etwas nachgelassen und ich konnte mich aufs Sofa begeben. :-) Was tut man nicht alles ...



3,95 Euro übrigens ...


Man muss die Flüssigkeit 60 Minuten einwirken lassen. Dann kann man die Füsslinge wieder ausziehen. 

Auf der Packung steht, der Ablöseprozess könne zwischen 2 und 7 Tagen danach einsetzen und bis zu 14 Tagen anhalten.

Ich habe zunächst überhaupt keine Veränderung bemerkt. Angewendet am 11. Juni hat es bei mir bis zum 19. gedauert, dann hat meine Haut plötzlich stellenweise ausgesehen wie gesprungenes Glas. Aber nur stellenweise, wie eine gesplitterte Windschutzscheibe.

Am nächsten Tag ging es allerdings richtig los. Die Haut hing regelrecht in Fetzen. Nicht in Schüppchen, sondern in Fetzen. Es tut zwar wirklich nicht weh, sieht aber total unästhetisch aus und ist mega unangenehm. Man "fluddert", egal, wo man geht und steht. Heute ist nun schon der 25. Juni und es ist noch immer nicht vorbei. Die Haut löst und löst sich, in Söckchen sammeln sich die abgeschilferten Hautreste, zwischen und auch auf den Zehen blättert alles ab und auch auf dem Fußrücken. Man soll zwar nicht nachhelfen (Warnhinweis auf der Packung), aber ganz ehrlich - wenn solche Fetzen abstehen, wer zuppelt da nicht dran rum? Ich leider schon.

Die Prozedur  ist mit einem starken Sonnenbrand zu vergleichen, da schälen sich die Hautstellen ja auch. Nur nicht so intensiv und so großflächig.

Ich finde es super unangenehm und äußerst unschön. Fotos von den Fußsohlen erspare ich euch...  Den Fußrücken kann ich verantworten, sieht nicht ganz so schlimm aus, wie der Rest:


Ich hatte im Vorfeld schon einige Reviews gelesen und sie waren durch die Bank positiv. Das kann ich leider gar nicht bestätigen. Ich meine, mehr als zwei Wochen mit Fludder-Füssen durch die Gegend zu laufen, ist wirklich nicht angenehm. Offene Schuhe gehen gar nicht, in geschlossenen sammeln sich die Hautfetzen. 

Da greife ich lieber nach wie vor zur altbewährten Methode: schönes Fußbad, dann mein Pedi-Roller für die verhornten Stellen, danach schön eincremen - fertig!

Dieses Salizylsäure-Zeugs kommt mir nicht mehr an die Füsse!!

Übrigens wird maximal eine Anwendung pro Monat empfohlen. Nicht häufiger. Da musste ich schmunzeln, denn bis die Haut wieder komplett "normal" und einsatzfähig ist, dauert es allein ja schon zwei bis drei Wochen. Jedenfalls bei mir.

Hat jemand von euch schon eigene Erfahrungen mit diesen "Fußpeeling-Socken"? Was haltet ihr davon?

Kommentare:

  1. Das ist ja richtig gruselig. Ich habe zwar schon davon gelesen, aber gedacht, das ist nichts für mich. Anscheinend hatte ich den richtigen Riecher. Es ist völlig ungesund, die komplette Hornhaut an den Füßen zu entfernen.So können viel mehr Keime eindringen. Ich finde, das gehört verboten.

    Dann lieber "mal" ein leichtes Peeling und die altbewährte Hornhautraspel.

    Liebe Grüße Sabine

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  2. Ich mache das auch auf keinen Fall nochmal. Aber wie gesagt, ich habe nur total begeisterte Reviews gelesen. Deswegen wollte ich jetzt auch mal meine andere Meinung dagegen setzen.
    LG Eva

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