Dienstag, 28. Februar 2017

Neuer (alter) Trend - die klare Brühe oder die "Bone Broth" is back

Im letzten Jahr ist ein "neuer" Trend aus den USA zu uns herüber geschwappt und scheint sich auch hier zu etablieren: Die gute, alte Knochenbrühe ist wieder da! Brühe "to go" führt die Liste der Trendgetränke an und hat Kaffee von der Spitze verdrängt. Wer gesund lebt, mit der Zeit geht und unter Umständen noch prominent ist, hat heutzutage eine Bone Broth (Knochenbrühe) in der Hand. Prominente Fans sind zum Beispiel Salma Hayek oder Gwyneth Paltrow. Oder die Hemsley Schwestern, die mit ihren "Wohlfühl-Kochbüchern" einen Bestseller nach dem anderen plazieren, schwören auf die Bone Broth  (Hemsley & Hemsley Rezept Knochenbrühe). Star Bucks? War gestern...

Wieso kommen solche "neuen" Trends eigentlich fast immer aus den USA? Brühe (ich kenne sie unter dem geflügelteren Wort "Bouillon"), hat für mich schon immer zum Speiseplan dazugehört. Selbstgekochte natürlich. Nicht nur, wenn es darum ging, Krankheiten auszukurieren. Unsere Familie war schon immer ein Bouillon-Fan. Ein heißer Teller Bouillon-Brühe weckt sämtliche Lebensgeister, wärmt den Körper und belebt den Geist. Sie kann als eigenständige Mahlzeit verzehrt werden, oder als Suppensnack zwischendurch. Je nach weiterer Zugabe bildet sie die Basis für gehaltvolle Suppen und Eintöpfe. Aber auch ganz "natur", evtl. mit ein paar Schnittlauchröllchen schmeckt sie einfach phantastisch. Also, diesen "neuen" Trend kannte tatsächlich meine Oma schon. Wieder nix mit America first ...

Scheinbar hat sich die gute, hausgemachte Brühe irgendwann zwischen Fix- und Co. -Tüten verloren. Geschmacklose Tütensuppen machen sich schon lange in den Supermarktregalen breit. Die habe ich immer komplett links liegen gelassen. Aus ein paar Teelöffeln gehärtetem Fett, Geschmacksverstärkern, sonstigen künstlichen Zusätzen und Farbstoffen und im besten Fall einer kleinen Menge Kräuter und Gewürze, kann man einfach keine gute Brühe herstellen.

Und was ist mit der beliebten Buchstabensuppe? Ganz einfach: Buchstabennudeln kaufen, Bouillon-Brühe selber kochen. Geht einfach, ist lecker und ist vor allem tausendmal gesünder. Scheinbar besinnt sich die Food-Gemeinde der Besser-Esser endlich wieder darauf.

Ein paar findige Jung-Unternehmer haben auf den neuen (alten) Brühe Trend gesetzt und ein Start-Up-Unternehmen gegründet. Es nennt sich BROX und verkauft Brühe im Glas. In reiner Bio-Qualität! In Berlin gibt es bereits BROX Stores, bei denen man Brühe direkt "to go" kaufen kann. Ansonsten muss man die Brühe online bestellen oder findet sie bei ausgewählten Einzelhändlern. Eigentlich keine schlechte Idee. Gekocht wird nur mit hochwertigen Zutaten in Bio-Qualität. Allerdings hat das seinen Preis: ein Glas mit 580 ml kostet um die 7,80 Euro! Das geht deutlich günstiger, wenn man die Brühe selber kocht. Es ist auch wirklich nicht schwer!

Für eine klassische Rinderbrühe kocht man einfach Rinderknochen aus (es gibt Fleisch- oder Markknochen, letztere sind fettiger). Am besten eine Mischung aus beidem verwenden. Oder man nimmt gleich eine Rinderbeinscheibe, die sehr viel magerer ist. Wer mag, kann das klein geschnittene Rindfleisch direkt als Suppeneinlage benutzen. Oder weiterverwenden als Rindfleischsalat zum Beispiel. Aber zurück zur Brühe. Man benötigt wirklich nur Knochen und/oder Suppenfleisch. Hier bitte auf Bio-Qualität und grasgefütterte Tiere achten. Außerdem Suppengemüse (gibt es als fertigen Bund, kann aber auch einzeln zusammengestellt werden), Wasser, Gewürze sowie einen großen Topf, und das war es schon. 


Das klassische Suppengemüse besteht aus Lauch, Zwiebel, Karotte, Sellerie und Petersilie. Je nach Geschmack können weitere Gemüsesorten dazu gegeben werden. Salz und Pfeffer und ein Lorbeerblatt - fertig ist die einfache, klassische Brühe-Version. Ich benutze zum Brühe kochen immer einen Dampfschnellkochtopf. Der ist energiesparend und die Kochzeit verkürzt sich deutlich. Aber natürlich kann man auch im herkömmlichen Topf Brühe kochen. Dauert dann eben nur länger (muss ca. 2 Stunden köcheln). Das lohnt sich in jedem Fall, denn normalerweise kocht man gleich um die 2 Liter Brühe (oder mehr). Man kann Brühe auch gut einfrieren und portionsweise auftauen. Einmal kochen, mehrmals essen.


Eine selbst gekochte Brühe ist geschmacklich nicht zu übertreffen. Sie hat in der Basisversion kaum Kalorien. Ein paar Fettaugen dürfen gerne drauf sein, aber nicht zu viele. Wenn man die gekochte Brühe über Nacht abkühlen lässt, wird das überschüssige Fett fest und man kann es ganz leicht abnehmen.

Knochenbrühe stärkt das Immunsystem, ist nährstoffreich und sehr gesund. Daheim esse ich meine Brühe aus dem Teller. Wer es lieber trendy mag, benutzt eine grosse Tasse oder einen Becher.


"Brüh' Up Your Life!" Gerne auch "to go"...








Kommentare:

  1. Ich koche den ganzen Winter Samstags Rinderbrühe, wie Du mit Gemüse und Knochen. Richtig aus. Wird hier gern genommen. Bis Sonntag abend ist sie weg. Gesund ist sie auch. Wir mögen die. LG Sunny

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    1. Meine Family mag Brühe auch gern. Da haben wir mal alle den gleichen Geschmack.
      LG Eva

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  2. Huuuiii da bist du aber am Puls der zeit hihi! Das ist einer der total Food Trends 2017! :) Steht auch schona uf meiner Liste, habe ich nämlich noch nie selber gemacht. Meine Oma aber z.b. immer. wird auf jeden fall getestet! :)

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    1. Das ist wirklich nicht schwer. Kocht ganz alleine vor sich hin!
      LG Eva

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  3. Vielleicht sollte ich das mal wieder in Angriff nehmen. Die Brühe wurde bei uns früher immer selbst gekocht. Ebenso Hühnerbrühe mit einem Suppenhuhn für frische Hühnersuppe oder frische Gemüsesuppe. Aus dem Huhn und einem Teil der Brühe wurde Hühnerfrikassee gemacht.

    Liebe Grüße Sabine

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    1. Ja, das mit dem Huhn kenne ich auch so und mache es bis heute so. Eine selbstgekochte Hühnerbrühe ist auch super lecker. Und macht eigentlich keinen großen Aufwand.
      LG Eva

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