Dienstag, 5. August 2014

Was siehst du als dein grösstes Schminkproblem und Flop der Woche

Ich sehe als mein grösstes Schminkproblem, dass ich nichts sehe, jedenfalls nichts Genaues. So einfach und so präzise ist das. In den letzten Jahren hat meine Nahsicht leider sehr rapide abgenommen, das nennt man auch "Alterssichtigkeit" (häßliches Wort, dass ich nicht leiden kann). Erst konnte ich die Zeitung und Bücher nur noch mit zusammengekniffenen Augen lesen, dann ohne Brille gar nicht mehr, und dann wurden auch die kleingedruckten Gebrauchsanleitungen auf Beauty-Produkten zum Problem. Vor allem unter der Dusche, denn da trage ich keine Brille ( :-) ).

Die Schminkerei geht mittlerweile nur noch mittels einesVergrößerungsspiegels (ich glaube, er hat eine 7fache Vergrößerung) vonstatten, was aber nicht immer einfach ist. In einer Hand den Spiegel, immer irgendwie verrenkt auf der Suche nach dem besten Winkel für den besten Lichteinfall, den Hals geneigt, die Augen verdreht usw. und in der anderen Hand den Stift. Ich kann mir vorstellen, ihr kennt das auch. Wenn man dann endlich die geeignete Haltung gefunden hat, staunt man über die sich darbietenden "Kraterlandschaft". Unebene Haut, große Poren, überall Härchen (seit wann sind das soviele??) und Falten, die einen sofort an ein Face Lifting denken lassen. Gott sei Dank haben die meisten Menschen keine 7fache Vergrößerung vor den Augen, und so beruhigt sich mein Pulsschlag irgendwann wieder, und ich kann mich aufs Schminken konzentrieren.

Letzte Woche nun bot der freundliche Kaffeehersteller mit Supermarktqualitäten (kurz Tchibo) eine sogenannte "Schminkbrille" an. Mein Stichwort! Endlich Durchblick, ohne Verrenkungen, komfortables Schminken, juchhuu, endlich mal eine intelligente Erfindung auf diesem Gebiet. Gesehen, gekauft. Und ausprobiert. Hihi, hier mein Testbericht:

Es gibt nur ein Modell, ein dünnes altmodisches Goldgestelle Modell "Oma". Aber immerhin in verschiedenen Sehstärken.


Nicht wirklich schick, aber da nur zur Innenbenutzung gedacht, sei's drum. Man kann die Gläser einzeln nach unten klappen, und hat so (zumindest theoretisch), ein bebrilltes Auge und das andere zum Schminken. Was ich nicht bedacht hatte, ist die Tatsache, dass unser Gehirn für das räumliche Sehen immer zwei Bilder verarbeiten muss. Es fügt die zwei aufgenommen Bilder zu einem zusammen. Wenn man nun ein Glas wegklappt, können die Augen nur noch verschwommen sehen, obwohl ein Auge immer noch bebrillt ist. So funktioniert unser Sehvermögen und die Schminkbrille ist somit absolut sinnlos. Tja...

Außerdem ist die freie Handhabung eines Kajalstiftes oder einer Mascara innerhalb der kleinen Fläche so gut wie unmöglich. Ich habe Fotos gemacht, darauf sieht alles praktischer aus, als die ganze Sache tatsächlich ist.  Man stößt ständig an den Brillenrahmen, kann auch nicht einfach gerade in den Spiegel gucken, sondern verdreht wieder den Kopf und außerdem sieht man eh nix.
Also, Flooooop! Vergrößerungsspiegelchen, ich werde dich nie wieder kritisieren! Ich komme wieder! Und die Schminkbrille geht zurück an Tchibo.












Kommentare:

petra kannchen hat gesagt…

Hallo Eva,
willkommen im Club.Genau aus diesem Grund habe ich das Schminken fast aufgegeben.Ich habe immer Angst,das ich mir zuviel Farbe auf die Augen bzw. das Gesicht packe,deswegen gibt es bei mir nur noch geschminkte Lippen.Da passiert es mir immer öfter,das die Farbe in die Mundwinkel läuft.Also älter werden ist schon doof.Aber ein bißchen Farbe im Gesicht muß sein.Ich habe am Sonntag versucht meine Augenbrauen zu zupfen,das war auch ein" Spaß",Lesebrille hing auf der Nasenspitze,bin fast in den Spiegel gekrochen,dann Fernbrille wieder auf,kontrollieren,Lesebrille wieder auf die nasenspitze,weiter gezupft und irgendwann hatte ich es geschafft. Du siehst,mit dem Problem bist du nicht alleine.Wo bekommt man eigentlich Spiegel mit so einer großen Vergrößerung?
Liebe Grüße Pippi

Sonja Zimmer hat gesagt…

ja, so dacht ich mir das... der rahmen, da wurde nämlich nicht mitgedacht. ich weiß ja nicht, was hersteller für wimperntuschen nutzen, herkömmliche gehen da garantiert nicht. um nur auf eins einzugehen....

ich habe das gleiche dilemma wie du, allerdings habe ich meinen schminkspiegel von ikea (ja auch mit vergrößerung) und der ist an die wand zu schrauben, damit haste dann zwei hände frei ;-).

lg sonja

Kati hat gesagt…

ähhh, wie wäre es mit einem Stand-Schminkspiegel?
Kann frau da plazieren wo das Licht ist und hat beide Hände frei :D

LG

Kati

Eva (Der ganz normale Wahnsinn und Ladylike) hat gesagt…

Pippi: Im dm oder rossmann oder (mit richtig großen Vergrößerungen) im Baumarkt in der Bäderabteilung oder im Möbelhaus. Es ist forschungstechnisch gesehen absolut interessant, seine eigene Gesichtshaut so nahe so sehen. Du siehst jedes Augenbrauen-Härchen ganz genau, aber eben auch "andere" Dinge... Ganz ehrlich, man denkt, man sieht einen Yeti. Nicht verzagen....

Sonja: Da bin ich ja froh, dass ich nicht die einzige bin, die sich für dieses Teil interessiert hat. Hätte ja auch funktionieren können. Aber mit einem runtergeklappten Glas habe ich genausowenig gesehen wie ganz ohne Brille. :-)

Ja, Kati, das wäre natürlich ideal. Nur leider haben wir ein Bad ohne fest eingebauten Kosmetikspiegel, weil das Licht nur direkt unter dem Dachfenster ideal ist und da kann man keinen befestigen. Deswegen habe ich ein "mobiles" Teil. Das geht ja auch, jedenfalls besser als diese Brille. Es würde mich interessieren, ob es überhaupt jemanden gibt, der mit diesen Ding klarkommt. Man sieht wirklich nichts mit herunter geklapptem Glas. Aber Tchibo hatte das gleiche Teil bereits letztes Jahr im Sortiment und dieses Jahr wieder. Also muss es ja Abnehmer geben...

LG Eva

Andrea hat gesagt…

Hmmm, das erinnert mich daran, dass ich mal zum Optiker muss. Ich hatte mein Leben lang Augen wie ein Luchs, aber in letzter Zeit merke ich auch, dass was nicht stimmt. Ich werde aber weitsichtig. Da ich natürlich einige Entfernung zum Spiegel habe, ist das kein Problem. Nur die Kosmetikpackungen muss ich zum Lesen immer ziemlich weit weg halten...

Eva (Der ganz normale Wahnsinn und Ladylike) hat gesagt…

Liebe Andrea, so hat es bei mir auch angefangen. Ich hatte immer sehr gute Augen. Aber gegen die sogenannte "Alterssichtigkeit" kann man erstmal nichts tun (später kann man lasern). Für meine Empfindung ging es rapide bergab. Ich bücke mich oft nach dunklen Punkten auf dem Boden und sehe nicht, ob es ein Blatt, ein Staubflusen oder etwa eine tote Fliege ist (eher selten, Gott sei Dank) Das ist übel und fühlt sich nicht gut an. Ich habe eine Gleitsichtbrille, aber gerade im Bad (in der Wanne oder unter er Dusche) hilft die mir wenig. Auf die Ferne sehe ich (noch) recht gut. Egal, Kopf hoch und weiter!!
LG Eva

Kati hat gesagt…

Ich habe das Glück, dass ich mehrere Objekte habe, die in Brusthöhe im Bad sind (Fensterbank, Ablage, Kommode) so kann ich meinen Spiegel, je nach Lichteinfall, herumschleppen.
Diese Riesenvergrößerung-5 fach machts auch schon gruselig- finde ich auch interessant und erschreckend. :D
Aber so entgeht mir nichts, was Andere sehen könnten.
Jetzt verstehe ich aber langsam, warum man so viele alte Damen mir diesem scheußlichen Permanent-Makeup sieht.
Es muss doch einen schönen Mittelweg geben!!!

LG

Kati

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