Montag, 10. Dezember 2018

Buchvorstellung "Abnehmen mit Köpfchen" von Dr. Susan Peirce Thompson (Bright Line Eating)

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Als ich dieses Buch zur Rezension bekam, hatte ich keine Ahnung, was für ein "Schätzchen" mir da ins Haus flattert. Es hat mir eine - bis dahin unbekannte - Ernährungsform nahe gebracht und einen ganz anderen Blick auf das Thema "Abnehmen" (bzw. warum es oft nicht funktioniert) beschert.

Dr. Susan Peirce Thompson (geb. am 29. Juni 1974) ist die Begründerin des sogenannten "Bright Line Eating" (kurz BLE), das in den USA bereits überall bekannt ist und grosse Erfolge feiert. Sie ist Professorin für Neuro- und Kognitionswissenschaft sowie Expertin für die Psychologie des Essens. Ihre Abnehmstrategie basiert auf neuesten Erkenntnissen der Neurowissenschaften, der Psychologie und Biologie. Seit über 30 Jahren befasst sie sich mit dem Phänomen, warum so viele Menschen nicht dauerhaft abnehmen können bzw. damit, was zu dieser Selbstsabotage führt. 


Zum Einstieg erzählt die Autorin ihre eigene Lebensgeschichte. Schon früh haderte sie mit ihrem Körper, wurde irgendwann drogensüchtig und mit  Anfang 20 war sie ganz unten angekommen. Es war ihr schnell klar, dass sie etwas ändern musste,und sie schaffte es von den Drogen wegzukommen. Doch als "Ersatz" wurde sie nun ess-süchtig. Sie hatte regelrechte Fress-Attacken und wurde immer dicker. Nach einer langen Odyssee über Bulimie, abgebrochene Diätversuche und Antidepressiva erkannte sie, legte sie den Grundstein zur endgültigen Besserung. Durch den totalen Verzicht auf Zucker und Mehl konnte sie endlich im Laufe von mehreren Monaten abnehmen. Irgendwann war sie wieder schlank, suchtfrei und vor allem - handlungsfähig.

Sie schrieb sich an der Uni ein, setzte sich gründlich mit dem Neurowissenschaft und Psychologie zum Thema dauerhafter Gewichtsabbau auseinander. Sie wollte wissen, wie das Gehirn funktioniert und warum es manchmal so außer Rand und Band geraten kann. Sie begann, anderen Menschen mit ihrem Wissen beim Abnehmen zu helfen und Jahre später entstand die Idee, ihre Erkenntnisse in ein Konzept zu fassen und ein Buch darüber zu schreiben. Bright Line Eating war geboren!

Noch vor dem Schreiben des Buches begann Susan, ihr Wissen mittels einem Newsletter zu teilen. Dieser hatte soviel Erfolg, dass sie auch Boot Camps in den USA anbot und Onlinekurse mit Video-Tutorials entwickelte. Und als Krönung kam das Buch: 

Abnehmen mit Köpfchen
Programmieren Sie ihr Gehirn auf schlank
von Dr. Susan Peirce Thompson
Goldmann Verlag
Taschenbuch, 416 Seiten
ISBN-Nr. 978-3-442-17741-7
Preis 10,00 Euro

Im ersten Teil des Buches werden die Grundlagen von Bright Line Eating vermittelt. Was im Gehirn abläuft, wie ein übliche Ernährung mit Zucker und Mehl Hormone und Neurotransmitter kapert und jeden Gewichtsabbau blockiert und wie es so zu Dauer- und Heißhunger kommt.

Im zweiten Teil erfährt der Leser wie das Bright Line Eating Konzept das Gehirn "umprogrammiert", so dass es nicht mehr zu Heißhunger und Jojo-Effekten kommt. 

Im dritten Teil bekommt man den Ernährungsplan. Er ist sehr variabel und eignet sich für Vegetarier, Veganer oder Paleo-Anhänger gleichermaßen.

In Teil 4 und 5 werden die nötigen "Werkzeuge" vermittelt, damit ein nachhaltiger Gewichtsverlust auch wirklich gelingt. Egal, ob man 100 kg Übergewicht mit sich herumschleppt oder nur ein paar, mit dem Bright Line Eating Konzept kann man wirklich Erfolg haben!


Bright Line Eating ist keine schnelle Wunder-Blitz-Diät! Sondern eine Ernährungsform, die auf 4 klaren Regeln beruht. Diese Regeln sind nicht verhandelbar und es gibt auch keine Ausnahmen. Das soll die Entscheidungsfindung (was esse ich als nächstes) erleichtern.
  1. kein Zucker (weil dieser direkt die Dopaminrezeptoren anspricht und man dann mit  Heißhunger reagiert). Auch künstliche Süßungsmittel sind nicht erlaubt! Frisches Obst, das  man als ganzes verzehrt, ist erlaubt.
  2. kein Mehl (auch kein Vollkornmehl)
  3. drei Mahlzeiten am Tag, nicht mehr und nichts dazwischen. Diese drei sind aber großzügig bemessen (was Obst, Gemüse oder Salat angeht).
  4. die richtige Menge (abwiegen ist unerlässlich)
Konkret bedeutet das:

Frühstück:
1 x Protein
1 Frühstücksbrei
1 Stück Obst

Mittagessen:
1 x Protein
180 g Gemüse
1 Portion Fett
1 Stück Obst

Abendessen:
1 x Protein
180 g Gemüse
240 g Salat
1 Portion Fett


Im Buch bekommt man ganz genau erklärt, welche Varianten es beim Frühstücksbrei gibt (z. B. 30 g trockene Haferflocken, oder 120 gekochten Quinoa usw.) Auch was unter "1 Portion Fett" zu verstehen ist, sieht man in einer Tabelle mit verschiedenen Fettquellen. Bei Butter wären das zum Beispiel 15 g, bei Avocado 60 g. 

Für das Protein unterscheidet Susan Peirce zwischen pflanzlichen und tierischem Protein, damit auch Vegetarier und Veganer dieses
Programm durchführen können. 120 g Huhn sind ein Beispiel für tierisches, 180 g Linsen für pflanzliches Protein. 

Auch beim Obst variieren die Mengen. Von Äpfeln, Orangen, Bananen usw. kann man zum Beispiel eine ganze Frucht essen. Bei Beeren gelten 180 g als eine Portion.

Informative Tabellen erleichtern die Mengenbestimmung.

Viele Fotos von deutlich erschlankten Menschen und deren Erfolgsstories belegen die Wirksamkeit der Bright Line Eating Methode.

Das Buch bietet noch so viel mehr Informationen zum Thema, dass es den Rahmen hier sprengen würde, alles zu erwähnen. Es gibt noch Tipps zum Umgang auf Reisen, Feiern und beim Ausgehen. Die Aufforderung, immer schon am Abend vorher sein Essen für den nächsten Tag zu planen (schriftlich), soll das Durchhalten auch erleichtern. 


Das Konzept "Bright Line Eating" hat sich in den USA bereits zu einer großen Community entwickelt. Auf Facebook findet man zusätzliche Infos und auch Gruppen. Auf Instagram kann man unter dem #brightlineeating motivierende Fotos und Geschichten finden.

Sonntag, 9. Dezember 2018

Überbackene Hackfleisch-Nudelschnecken aus dem Ofen

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Dieses Rezept kann von den Portionen her wunderbar variiert werden. Es funktioniert für 3 - 4 Personen genauso gut wie für viele. Ich habe es für 3 - 4 Personen zubereitet (ergibt 8 Nudelschnecken). Hierfür habe ich "nur" die halbe Rolle fertigen Nudelteig verwendet. Nimmt man die ganze Rolle, gibt es dementsprechend mehr.

Ich verwende fertigen Nudelteig aus dem Kühlregal, weil der von der Konsistenz und Dicke einfach perfekt ist. Und weil ich leider keine Nudelmaschine besitze. Außerdem geht es natürlich auch viel schneller. Wer sich mehr Mühe machen möchte, kann den Nudelteig natürlich auch selbst herstellen. 

Zutaten für ca. 4 Personen:

1 Rolle (500 g) fertiger Nudelteig aus der Kühltheke (gibt es von verschiedenen Herstellern)
400 g gemischtes Hackfleisch
1 mittelgroße Zucchini
1 Karotte
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehen

Salz, Pfeffer, Oregano, etwas Chili

200 g Reibekäse nach Wahl

750 ml Gemüsebrühe


Der Nudelteig sollte 15 Minuten vor Gebrauch aus der Kühlung genommen werden, damit er Zimmertemperatur erreicht. So kann man ihn am besten verarbeiten, weil er dann sehr geschmeidig ist und nicht bricht.

Die Zwiebel fein würfeln, die Karotte grob raffeln und mit dem Hackfleisch in ca. 1 TL Bratöl anbraten. Den Knoblauch durch eine Knoblauchpresse drücken und mit anbraten.


Dann die gewürfelte Zucchini dazugeben und ebenfalls mit anbraten. Bei kleineren Mengen schiebe ich einfach das Hackfleisch etwas zur Seite, aber bei größeren Mengen muss man schon zwei Pfannen benutzen.


Wenn alles leicht gebräunt ist, kann man es vermischen. 


Nun alles schön würzen, mit Salz, Pfeffer, Oregano oder anderen Kräutern, die man gerne mag. Ein kleines bisschen Chili gibt die nötige Schärfe.

Die Hackfleischmasse muss gut abkühlen, bevor man sie auf den Nudelteig gibt, weil dieser sonst durch die Wärme schmilzt und man ihn nicht mehr aufrollen kann. 

Eine 500 g Rolle fertiger Teig ist ausgerollt ganz schon lang, deswegen reicht für ungefähr 4 Portionen locker die Hälfte, den Rest kann man einfrieren oder anderweitig zubereiten.

Die abgekühlte Masse auf dem ausgerollten Teig verteilen und zum Rand hin ein wenig Platz lassen.


Dann von der kurzen Seite her aufrollen. Der aufgerollte Teig lässt sich am besten mit einem elektrischen Messer in einzelne Teile (in diesem Fall in 8) schneiden.


Nun die Nudelschnecken in eine ofenfeste Auflaufform setzen.


Die Schnecken müssen jetzt bis kurz unter dem Rand mit Gemüsebrühe aufgefüllt werden. Je nach Größe der Auflaufform variiert die Menge der Gemüsebrühe. Ich hatte hier nur eine kleine Form, deswegen haben ungefähr 750 ml Gemüsebrühe gereicht. 


Den geriebenen Käse auf den Nudelschnecken verteilen.

Bei 170° C Umlauft ca. 45 Minuten backen. Am Schluss sollte alles goldbraun sein. Durch die Gemüsebrühe gart der Nudelteig gut durch. Das kleine Stückchen, das aus der Brühe "herausguckt", wird zwar knusprig, aber nicht hat. Der Käse von oben und die verdampfende Flüssigkeit von unten sorgen dafür.

Wenn einem der Bräunungsgrad gefällt, kann schon angerichtet werden. Je nach Hunger, sind 2 - 3 Nudelschnecken eine Portion. Sie machen relativ satt, deswegen gibt es bei uns "nur" einen Salat dazu.


Wirklich sehr lecker, oben knusprig, die Füllung würzig, ein prima Rezept für die ganze Familie!







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