Momentan fällt mir, zum Beispiel beim Bezahlen an der Kasse auf, dass viele Leutesehr sehr raue, trocken aussehende Hände haben. Bei einer Frau waren die Handrücken sogar leicht rissig, das sah schmerzhaft aus.
Die Haut an den Händen ist von Natur aus dünner als im Gesicht und besitzt deutlich weniger Talgdrüsen. Damit fehlt ihr ein wichtiger natürlicher Schutzfilm. Kälte, Wind, trockene Heizungsluft und manchmal auch die Reibung durch Handschuhe (gerade bei echter Wolle) verstärken diesen Effekt zusätzlich. Häufiges Händewaschen und Desinfizieren trägt zusätzlich zu trockener Haut bei – sie verliert Feuchtigkeit, wird rissig und reagiert empfindlich.
Ein oft unterschätzter Schlüssel zu gepflegten Händen ist die regelmäßige Erneuerung der Hautoberfläche. Sanfte Peelings entfernen abgestorbene Hautschüppchen, die sich wie eine Barriere über die Haut legen können. Auch wenn man zunächst annehmen könnte, das ein Peeling jetzt kontraproduktiv wirkt, ist genau das Gegenteil der Fall. Erst wenn diese Schicht von abgestorbenene Hautschüppchen gelöst ist, können pflegende Wirkstoffe überhaupt dort ankommen, wo sie gebraucht werden.
Es gibt zahlreiche Handpeelings, die man fertig kaufen kann. Ich verwende momentan ein gekauftes mit Seesand, aber es geht nicht so sehr darum, welches Peeling man nimmt, sondern dass man es regelmäßig anwendet.
Genauso effektiv sind selbstgemachte. Funktioniert schnell und einfach mit Dingen, die man meistens sowieso im Haus hat.
Nach dem Peeling ist der ideale Zeitpunkt für eine Intensivpflege. Reichhaltige Cremes oder Masken feuchtigkeitsbindenden Inhaltsstoffen unterstützen die Haut dabei, ihre Schutzfunktion wieder aufzubauen. Die Haut wirkt glatter, geschmeidiger und kann Feuchtigkeit besser speichern.



