Dienstag, 8. März 2016

Wer fit ist, bleibt klug - entscheidend ist das Alter ab 40

Diese Artikelüberschrift unserer hiesigen regionalen Tageszeitung hat mich heute früh bei meiner ersten Tasse Kaffee regelrecht angesprungen. Nicht, dass es sich hier um eine völlig neue Erkenntnis handeln würde, aber dieses Mal wird diese Aussage durch eine Langzeitstudie untermauert. 


"Wer sich nicht bewegt, wird schneller alt." Andersherum gesagt: "Wer sich nicht bewegt, wird schneller dumm." Hört sich durchaus provokativ an, ist jetzt aber in einer Langzeitstudie bewiesen worden. Die Universität Boston hat rund 1100 Teilnehmer Anfang 40 auf dem Laufband auf ihre Kondition geprüft. 20 Jahre später wurden sie wieder einbestellt, mussten joggen und ihr Gehirn im MRT untersuchen lassen. Das Resultat war sehr eindeutig: Es gibt einen direkten Zusammenhang zwischen körperlicher und geistiger Fitness. Wer in mittleren Jahren nur auf dem Sofa gammelt, hat Jahrzehnte später auch weniger im Kopf. Wer sich dagegen regelmäßig bewegt und sportlich betätigt, bleibt auch länger fit im Kopf! 

Das alte Sprichwort "Wer rastet, der rostet" hat also recht. Und auch die alten Römer (waren es Römer??) wussten schon Bescheid:  "Mens sana in corpore sano" .

Gerade für uns "Mid Agers" sollte (regelmäßige) Bewegung noch mehr an Bedeutung gewinnen. Natürlich ist es erstrebenswert, einen gesunden und fitten Körper zu haben. Aber die geistige Präsenz, gerade im Alter, ist vielleicht noch wichtiger. Wer schon einmal einen Angehörigen hatte, der an Demenz erkrankt ist, weiß, was ich meine. Also, ihr Lieben Ü40, Ü50 und alle darüber hinausgehenden "Üs" sowieso, bewegt euch! Es muss kein Ironman Triathlon werden!! Radelt, walkt, spaziert, schwimmt, joggt, hüpft und tanzt - ganz egal was, nur regelmäßig sollte es sein. Und ein bißchen aus der Puste kommen darf man dabei auch!!

Mich rührt momentan übrigens ein alter Herr sehr, der jeden Tag einmal um unser Viertel "schlurft". Ich kenne ihn nur vom Sehen, er braucht zwei Stöcke, ist meiner Schätzung nach mindestens 90 Jahre alt, ein kleines, schmächtiges Männlein, aber: Er geht jeden (und ich meine wirklich jeden) Tag an unserem Haus vorbei. Egal, ob es regnet oder ob es glatt ist, er dreht seine Runde um den Block. Er braucht für ein paar Meter ziemlich lange, ist sehr langsam, und ich habe schon mehr als einmal die Augen zugemacht, weil ich dachte, jetzt fällt er. Aber nein, er geht langsam, Schritt für Schritt. Er ist für mich das Beispiel dafür, dass Bewegung Leben ist. Wenn ich das Klackern seiner Stöcke höre, freue ich mich und denke mir jedes Mal, wenn dieser alte Herr es schafft, täglich um den Block zu gehen, dann kann ich doch mein Hinterteil auch zum Walken oder ins Fitness Studio schwingen. Ich habe große Bewunderung für ihn!

Ich habe mir heute den Schrittzähler gekauft, den es aktuell bei Tchibo gibt (nein, das ist keine Werbung, es gibt zig Apps und natürlich andere Schrittzähler, und ich habe ihn selbst bezahlt). 10000 Schritte sind "empfohlen", ich komme momentan bei weitem nicht an diese Zahl heran. 


Das war heute morgen, ein paar Schritte mehr sind es dann doch geworden!!

Laßt uns mehr Bewegung in den Alltag einbringen. Deutlich mehr. Nicht nur unser Körper, sondern auch unser Hirn wird es danken. Wenn das mal keine Motivation ist?

- Ich beziehe mich auf den Artikel "Wer fit ist, bleibt klug", erschienen in der Gelnhäuser Neue Zeitung vom 8. März 2016 -

Kommentare:

  1. Oh, so eine Geschichte mit einem Opi kenne ich auch. Er ging jeden Tag vom Seniorenheim durch den Park. Eines Tages nicht mehr. Ich hab dann immer wieder geguckt, aber er kam nie wieder. Das hat mich damals sehr berührt.

    So ein Schrittzähler reizt mich ja auch mächtig. Vielleicht schenke ich meinem Mann und mir so was zu Ostern, dann können wir uns gegenseitig animieren. ;-)

    Viele Grüße,
    Moppi

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  2. Mit einem Schrittzähler hab ich vor Jahren wieder mehr Bewegung in den Alltag bekommen, aber daheim war es arg schwierig auf Schritte zu kommen, aber mit meinem Volltagsjob und dank der Öffis war es einfach. Inzwischen mache ich täglich Sport, gehe 3 bis 4 x Laufen und komme spielend auf die Schritte.

    Dein Post war sehr interessant und ja, Bewegung ist Leben. Das sehe ich bei den Schwiegereltern, die Bewegung ist gen Null gefahren und sicher irgendwann ist man eingerostet. Leider.
    Liebe Grüße Jacky

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  3. Ach Du je… ich muss nachdenken… MIST! Ich mach doch nix… gar nix um genau zu sein.
    Mein schlechtes Gewissen versucht grad meinen Schweinehund umzuboxen… bin gespannt wer gewinnt!

    GLG aus der EDELFABRIK
    Chrissie

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  4. Du hast definitiv recht. Bewegung hält fit, nicht nur im Kopf. Wir haben vormittags im Studio sogar einen mit 90 Jahren dabei. Gut. Vor 1 Jahr hat er mit Stepaerobic aufgehört, wenn er angst hat ggf. zu stolpern. Da sind viele Leute unterwegs, die sowohl geistig, als auch körperlich fitter sind wie manch 30 Jähriger. Die meisten haben Zipperlein. Aber vermutlich wären sie schon lange tot, würden sie nicht an sich und mit ihrem Körper "arbeiten". LG Sunny

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  5. Ja,da hast du recht liebe Eva.Das predigt uns unsere Physiotherapeutin auch immer.Spielen hilft übrigens auch gegen Vergeßlichkeit,z.Bsp. Ballspiele usw.Mußten wir neulich auch machen und dabei unsere Namen lernen,bzw. die der anderen Teilnehmer.Das war spannend und lustig.Ich war heute beim Sport und habe einen Spaziergang in die Stadt und zurück gemacht.Bewegung,frische Luft und Sonne was will Frau mehr.
    Liebe Grüße Pippi

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