Montag, 15. Dezember 2014

Superfood Gerstengras Pulver - Teil 2

Heute kommen wir zum berüchtigten "Geschmack" von Gerstengraspulver (bzw. Gerstengrassaft). Von "wie frische Erbsen" bis über "ähnlich wie ungewürzter Spinat" gibt es alle möglichen Versuche, den Geschmack zu beschreiben. Gerstengras ist, wie der Name ja schon sagt, ein Gras. Ein ziemlich dunkelgrünes Gras. Es schmeckt ungefähr so, wie frisch gemähtes Gras riecht. Grasig!

Aber: Es ist in keinster Weise ekelig. Kräutertee schmeckt ja auch nach Kräutern und manche mögen''s und manche eben nicht. Es ist ein ganz natürlicher Geschmack. Das Gute daran ist, wir müssen das Gerstengraspulver ja nicht nur mit Wasser anrühren.

Ich experimentiere nun schon seit einigen Wochen herum und habe einige Variationen ausprobiert. Die mit Wasser ist am unangenehmsten, aber man kann es runterkriegen. Nur bleibt da die Motivation vermutlich recht schnell auf der Strecke.

Meine favorisierte Version ist die mit Orangensaft. Der Orangengeschmack "übertönt" den Grasgeschmack doch sehr und ist tadellos zu trinken. Ich habe auch die Kombination mit Apfelsaft probiert. Die geht auch, ist aber nicht so lecker wie die mit Orangensaft.

Wichtig ist, dass man ein weites Glas oder eine weite Tasse nimmt. Das Gerstengras ist zwar pulverisiert, aber ansonsten naturbelassen. D.h. es löst sich nicht instantmäßig auf, sondern bleibt erstmal oben auf der Flüssigkeit liegen. Macht man es andersherum, also erst das Pulver ins Glas und dann die Flüssigkeit drauf,  läßt es sich meiner Meinung nach noch schlechter gleichmäßig verrühren und es bilden sich am Boden oder an der Glaswand Restklumpen, die sich nicht lösen.

Deswegen habe ich mir jetzt ein richtiges "Equipment" zu gelegt. Ich nehme eine weite Tasse, gebe den Saft rein, (ca. 1/2 Tasse) und verrühre alles mit einem kleinen, batteriebetriebenen Milchaufschäumer (keine Angst, es schäumt nichts, ist ja keine Milch). Aber diese kleine Quirl bringt das Gerstengraspulver so richtig schön zum Schweben in der Flüssigkeit. Alles verteilt sich sehr gut.
Man muss es direkt nach dem Verrühren trinken, sonst setzt es sich wieder ab. Und dann hat man unten den ganzen grünen Satz. Wer einen Matcha-Besen hat, könnte es auch damit versuchen. Ich habe aber keinen.

Ich zeige mal meine "Ausrüstung":



Dann kommt der Orangensaft, ungefähr eine halbe Tasse. Man kann natürlich auch mehr nehmen. Und wer keinen Orangensaft mag oder verträgt, kann auch Apfelsaft nehmen. Eine halbe Tasse Saft am Morgen sollte von der Menge her ja machbar sein.



Und so sieht es aus, wenn die empfohlenen 2 Teelöffel dazukommen.





Mit einem normalen Löffel tut man sich schwer, alles gleichmäßig zu verrühren, mit dem kleinen Quirl geht das aber ganz super.



Voilà, fertig zum Trinken! Eine geballte Ladung grüne Energie!


Eine weitere Möglichkeit ist es, das Gerstengras Pulver zum Smoothie zu geben. Ich habe das auch probiert mit Kiwi und Banane. Da schmeckt man das Pulver wirklich kaum noch. Alledings bin ich jetzt nicht soooo der Smoothie Fan, dass ich das jeden Tag zum Frühstück haben muss. Aber wer es mag, für den ist das ein prima Sache.

In China und Japan gehört Gerstengras schon längst zum Speisezettel. Und dort findet man auch die ältesten Menschen der Erde. Gerstengras vereint in sich eine so einzigartige Kombination an Nährstoffen, Vitaminen, Mineralstoffen, sekundären Pflanzenstoffen und Antioxidantien, dass sich kaum ein Lebensmittel finden lässt, das hier auch nur annähernd mithalten kann.

Ein japanischer Wissenschaftler (Dr. Hagiwara) hat folgendes festgestellt:

Gerstengras hat: 
11mal so viel Calcium wie Kuhmilch
5mal so viel Eisen wie Spinat und Brokkoli
4mal so viel Vitamin B1 wie Vollkorn (Weizen)
7mal so viel Vitamin C wie Orangen und
genau so viel Zink wie die reichsten Zinkquellen tierischen Ursprungs

Gerstengras ist eines der basischsten Lebensmittel, das uns die Natur zur Verfügung stellt.
Es ist tatsächlich eines der kostbarsten Lebensmittel auf unserem Planeten.

Wir sollten dieses Potential für unsere Gesundheit nutzen. 

Ich bin ein überzeugter Fan geworden und möchte es nicht mehr missen!

1 Kommentar:

Sabina B hat gesagt…

Also du hast das so anschaulich beschrieben, dass ich jetzt sofort probieren will. Habe nur noch ein Problem, muss herausfinden, ob das Grasallergiekompatibel ist! Lieben Dank auf jeden Fall für deine Extrahinweis bei mir. Habe auch gesehen, dass du einen neuen Zweitblog hast, den schau ich mir auch gern mal genauer an:) LG und lass es dir schmecken! Sabina @Oceanblue Style

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